@tagesschau berichtet auf Instagram: „Die Europäische Union hat ein großes Ziel: Bis 2030 sollen Verpackungen bis auf wenige Ausnahmen recycelbar sein. Gelingen soll das mit der EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle. Dahinter steckt ein 124-seitiges Dokument mit 71 Artikeln. Ab heute gelten die ersten Änderungen.
Die Verordnung schreibt ab sofort neue Grenzwerte für sogenannte PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) in Lebensmittelverpackungen vor. Mit den auch Ewigkeitschemikalien genannten Stoffen wird bisher etwa das Durchweichen von Pommes-Kartons oder Döner-Tüten verhindert.
Der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zufolge sind diese neuen Grenzwerte so niedrig, dass man PFAS nicht mehr als fettabweisende Schicht verwenden kann und diese Nutzung damit quasi ausgeschlossen ist. Was in Lagern liegt, darf noch verwendet werden. Auch für die Gesundheit können die Chemikalien ein Problem werden, denn manche können zum Beispiel zu Krebs und Leberschäden führen.
Unterm Strich dürften die Veränderungen eher bei den Unternehmen für Aufregung sorgen als bei den Verbraucher:innen. „Das ist von der Komplexität her einfach zu sperrig“, kritisiert Christoph Petri, Referatsleiter für Kreislaufwirtschaft und Umweltpolitik bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer. Er bekomme gerade täglich Fragen von Unternehmen zu den neuen Regeln auf den Tisch. Seiner Einschätzung nach gibt es noch viel Unsicherheit.“
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