@klima.taz berichtet auf Instagram: „Eine neue Rangliste zeigt, wie Proteinquellen in Hinsicht auf Gesundheit und Umweltschutz abschneiden. Das Ergebnis: Tofu ist das beste Lebensmittel mit viel Eiweiß.
Das aus Sojabohnen hergestellte Lebensmittel landet mit 36 von maximal 40 Punkten auf Platz 1 der Rangliste, die Chris Macdonald, ein Verhaltensforscher der Universität Cambridge, in der Fachzeitschrift Frontiers in Sustainable Food Systems vorgestellt hat.
Der Wissenschaftler hat 20 proteinreiche Lebensmittel in zwei Hauptkategorien bewertet: „People“ und „Planet“. Beim Umweltteil berücksichtigt Macdonald Treibhausgasemissionen, Wasserverschmutzung sowie Land- und Wasserverbrauch.
Die Unterschiede sind teilweise gewaltig: Für Tofu setzt Macdonald die Treibhausgasemissionen mit 0,61 Kilogramm CO₂-Äquivalenten je 100 Gramm Protein an. Bei Rindfleisch sind es 64,19 Kilogramm. Auch beim Flächenbedarf liegt Tofu mit 2,16 Quadratmetern je 100 Gramm Protein weit vor Rindfleisch mit 211,38 Quadratmetern.
Beim Wasserverbrauch ist das Bild weniger eindeutig: Nüsse benötigen besonders viel, während Bohnen, Sonnenblumenkerne und Tofu vergleichsweise wenig Wasser verbrauchen.
In den „People“-Teil fließen auch gesundheitliche Aspekte ein. Macdonald betrachtet vor allem Salz, gesättigte Fettsäuren und Cholesterin. Zusätzlich bewertet Macdonald, ob ein Lebensmittel alle neun oft als essenziell eingestuften Aminosäuren enthält. Die meisten pflanzlichen Proteinquellen sind nach dieser Definition allein keine „vollständigen“ Proteine. Der Autor ergänzt aber, dass eine abwechslungsreiche Ernährung aus verschiedenen pflanzlichen Quellen ebenfalls alle essenziellen Aminosäuren liefern könne.
Am Ende liegen Tofu, Chiasamen, Bohnen und Quinoa im obersten Fünftel des Gesamtrankings – ausschließlich pflanzliche Lebensmittel. Im untersten Fünftel finden sich dagegen Mozzarella, Lamm, Rind und Cheddar.“
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