@klima.taz berichtet auf Instagram: „Die Berichterstattung über den Klimawandel in den Öffentlich-Rechtlichen hat laut einer Untersuchung von @klimavoracht deutlich abgenommen. Der Anteil der Sendeminuten, in denen es um das Thema Klima geht, sei im ersten Halbjahr 2026 auf unter ein Prozent gefallen, heißt es in der Studie. Das seien die niedrigsten Werte seit Beginn der kontinuierlichen Messungen Mitte 2021.
Im Vergleich zu 2023 habe sich die Berichterstattung zum Klima damit mehr als halbiert. Der Rückgang trifft das Halbjahr, in dem laut der Initiative die Klimakrise mit zwei Rekord-Hitzewellen im Mai und Juni „so unmittelbar spürbar war wie selten zuvor“.
Auch während der Hitzewellen im Frühsommer hat die Klimaberichterstattung demnach nicht zugenommen. In der Juni-Woche, in der Hitzerekorde verzeichnet wurden, sei die Summe der Klimaberichterstattung im Ersten sogar auf einen Tiefpunkt von nur 52 Klima-Minuten gefallen.Dazu kommentiert taz-Redakteurin Ann-Kathrin Leclère:
„Waldbrände in Spanien, Frankreich und Portugal, Überschwemmungen in Japan, 10.000 Hitzetote in Deutschland meldet das RKI. Über all diese Ereignisse wird berichtet – zumindest, solange sie aktuell sind. Doch ausgerechnet die Berichterstattung über ihre gemeinsame Ursache, die Klimakrise, nimmt ab. Und das ist ein Problem.
Wenn die Klimakrise in den Medien weniger Raum erhält, verringert sich die Möglichkeit, Ursachen, Folgen und Lösungswege öffentlich zu diskutieren. Und eine Gesellschaft kann auf Herausforderungen und Zusammenhänge, über die sie kaum informiert wird, nur schwer angemessen reagieren.“ “
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